LEBENSLAUF

Für mich war das immer schwer, über sich selbst zu sprechen… Es schien mir, ich kann etwas verpassen. Ich möchte sehr viel erzählen, aber es ist kaum vorstellbar, das alles in zwei-drei Seiten des geschriebenen Textes auszudrücken. Und das war wie ein Zeichen vom Oben, als mich ein deutscher Journalist angerufen und um einen Termin für das Interview gebeten hat. Wie kann man also zweifeln, dass das Universum auf meiner Seite ist?!
In diesem einstündigen Gespräch ist das ganze Leben.

„KOSMOPOLITMITDEUTSCHENWÜRZELN “

TashaMilkova. Heute spricht man über sie nicht nur in der Ukraine, Russland und seit kurzer Zeit auch in Belarus, aber auch hier – in Deutschland. Ihr „Riskiere“ oder „Herz im Visier“ singt, vielleicht, nur der Faule nichtmit. Und es scheint, dass sie genau weiß, worüber sie singt. Das Wichtigste in der Musik ist zu fühlen.

– Ich bin Optimistin,- gesteht Tasha zu. – Ich bin sicher, dass alles, was mit uns passiert, kein Zufall ist. Sogar Peche, bestimmte Lebensabstürze geben uns unschätzbare Erfahrung. Deswegen greifen uns, zum Beispiel, einige Lieder tief im Herzen ein, und die anderen gehen vorbei.
– Es kann mehrere Ursachen geben: das falsche Thema, die falsche Melodie, die Falsche Stimmung…
– Das stimmt. Aber etwas ist falsch wegen einer einfachen Ursache – es gibt keine Seele im Lied.
Der ausübende Künstler singt etwas, aber hat selber niemals etwas Ähnliches erlebt. Wiekannerdasfühlen,waserdenAnderenmitzuteilenversucht. Gerade hier kommt zur Hilfe das Leben selbst mit seinen guten oder manchmal schwierigen Erkenntnissen. Eigene Erfahrung ist der zuverlässigste Verbündete.

– Das ist natürlich schwer zu bestreiten. Ist Ihr schöpferisches Pseudonym auch das Ergebnis der Lebenserfahrung?
– Man kann so auch sagen (sie lächelt sich). Das ist eine sehr interessante Geschichte. Ich wurde echt unterschiedlich vorgestellt. Und jeder Produzent, mit dem wir die Zusammenarbeit anfingen, versuchte etwas Neues oder Eigenes zu schaffen. Aber kein von diesen Pseudonymen ist mit mir lange geblieben. Ichdenke, dasist, weildasAnheimelndsteunddasNächste – dasRichtigsteist.
– Dasheißt, Sie möchten also sagen, dass Tasha Milkova Ihr echter Name ist?
– Ja. Tashaist die Zärtlichkeitsform vom Namen Natalia, Natasha. Und Milkova (Nachname, angegeben in dem Pass – Mil’kova.- Anmerkung des Autors) – ist eigentlich mein echter Nachname. Kein Wunder. Es ist so, dass „Milkov“ der Nachname meines Vaters ist. Gerade so – MILKOV. Als der Pass umgetauscht wurde, hat man ein Fehler gemacht. Man hat ein Weichheitszeichen hinzugefügt. So sind wir zu Mil’kovs geworden. Aber ich entschied die Gerechtigkeit aufzubauen und meinen echten Nachnamen zu benutzen. So ist der Name Tasha Milkova entstanden.

– Tasha, Sie kommen selbst aus der Ukraine. Sie haben es letztes Jahr geschafft, Belarus zu faszinieren. Warum ist gerade Deutschland das nächste Ziel?
– Fangen wir damit an, dass ich die echte Kosmopolitin bin. Ich bin in Turkmenistan geboren, dann sind wir mit den Eltern in die Ukraine umgezogen. Und Deutschland…Mit diesem Land verbindet mich ganz viel.
Erstens, ist mein Vater zum Viertel der Deutsche. Sein eigentlicher Vater, mein Großvater, war der Sohn einer Deutsche und des russischen Militärs (übrigens der belarussischen Ursprung!). Er hat seit langem in Deutschland gewohnt, dann ist nach Turkmenistan dienstlich umgezogen, wo er meine Oma getroffen hat, und wo mein Vater geboren wurde. Bald nach der Geburt des Vaters sind die Oma und der Opa nach Dresden zurückgekommen.

– …Und dann wieder Turkmenistan und die Ukraine?
– Genau (sie lächelt sich). Als der Vater ein bisschen älter als 1 war, haben sich die Oma und der Opa scheiden lassen. Nach einigen Jahren hat die Oma geheiratet und die ganze Familie ist in die Ukraine umgezogen. Nach vielen Jahren, als mein Vater meine Mutter geheiratet hat, wurde er zur Dienst nach Turkmenistan geschickt (Stadt Krasnovodsk), wo ich eigentlich geboren wurde…

– AberdamitendetesichIhregegenseitige Liebe mit Deutschland nicht, stimmt das?
– Stimmt absolut! Ich habe an einigen deutschen Kinder-Jugend Liederfestivals teilgenommen. Später bin ich hierher mit Konzerten gekommen. 2014 hatte ich gemeinsame Erfahrungen mit dem deutschen Producer-Zentrum Songhouse gemacht. Wir haben den Vertrag unterschrieben und haben sogar geschafft, zwei Lieder aufzunehmen – „It‘s not happening“, „YouCouldbetheone“. Es gab auch eine Reihe der Konzerte in Deutschland, wo ich viele bekannte Musiker und Sänger kennengelernt habe.
– Tasha, ich weiß, dass Sie eine der wenigen Künstlerinnen sind, die nicht über das Privatleben spricht…Trotzdem…Darf ich mich erkundigen, was hinter den Vorhängen passiert? Wer ist dieser Held, der Ihr Herz gewonnen hat und dem, meine ich, viele Lieder gewidmet sind?
– Ja, Siehabenkomplettrecht, ichmagnicht,vieldarübersprechen, waszuHausepassiert, weil ich der Meinung bin, dass der Sänger mit seinen Liedern interessant sein soll, aber nicht mit den Geschichten aus dem Privatleben. Da wir heute ein offenes Gespräch haben…(sie lächelt sich).Ich bin verheiratet. Mein Ehe-Mann heißt Pavel Nikonov. Er ist der ehemalige Sportler – Judokämpfer. Nach dem Beenden seiner Sportkarriere hat er zehn Jahre lang in der Privatsicherheitsdienst der Politiker gearbeitet. Nach der Bekanntschaft mit mir hat er dieses Risiko aufgegeben und hat sich mit dem privaten Unternehmertum beschäftigt.

– Ich befürchte mich sogar zu fragen, wo Sie sich mit ihm getroffen haben…
– Bei meinem Konzert in der Ukraine 2010. Er war mit dem dienstlichen Besuch. Heute haben wir eine Tochter und wohnen in zwei Ländern – in Deutschland und in der Ukraine.

– Jedes Ehepaar hat eine eigene Geschichte, wo man „sowohl lacht als auch weint“…
– Achja,mirunddemEhemannpasstbesser die Redewendung „ein Pud Salz gegessen“. Erst am Anfang unserer Beziehungen habe ich mir entschieden, ihn mit meinen kulinarischen Fähigkeiten zu bezaubern. Wie jedes Mädel, wollte ich ihn mit irgendeiner Leckerei überraschen. Er ist der ausgebildete Koch-Technologe (das, wie Sie verstehen, addierte noch die Verantwortung). Ich habe lange Zeit Gedanken gemacht und mich für meine Familienspezialität – Charlotte nach unserem Familienrezept entschieden. Ich war zu nervös! Und wie in einem schlechten Film, habe ich statt Zucker eine große Menge Salz in die Speise eingeschüttet.

– Ich habe sogar Angst, weiter zu hören…
– (Sielacht…) WirsetzenunsamTisch. Wegen der Aufregung bleibt mir ein Bissen im Halse stecken. Und ichgieße den Tee und biete dem Gast Kuchen an, wie es für eine gute Hausfrau üblich ist. Der Ehe-mann isst das mit dem zarten und frohen Gesichtsausdruck und vollen Mund. Als die Hälfte des Kuchens schon gegessen wurde, war ich schließlich ein bisschen aufgespannter und habe mich entschieden, beim Teetrinken mitzumachen. Stellen Sie sich mein Gesicht vor, als ich mein kulinarisches „Meisterwerk“ gebissen habe! (sie lacht). In diesem Moment habe ich verstanden, dass vor mir der echte liebende Mann ist. MEIN echter liebender Mann, der die Hälfte des Apfelschrecks gegessen hat, um der lieben Frau angenehm zu machen.

NICHT DANK, SONDERN TROTZDEM

– Tasha, sie sind heute in der ganzen Reihe der Länder populär. Wo ist es Ihnen am wohlsten?
– SogarbeimgroßenWillenkönnteichnichtein einziges Land aussondern. In Jedem gibt es, was man lernen kann. Jedes hat eigene Vor- und Nachteile. Es ist so, wie bei einem Menschen. In der Ukraine sind die Menschen sehr gastfreundlich. Sie überleben jedes Konzert zusammen mit dir, wie ein einzelnes kleines Leben. In Russland sollte man Organisiertheit lernen und auch Humor. Ich mag Belarus, weil die Leute vor dir sehr offen sind. Wenn du sogar auf der Bühne bist, fühlst du die Unterstützung der Zuschauer. Deutschland mit seiner bekannten Stabilität und Selbstorganisation belehrt Sie, alles unter eigenen Kontrolle zu halten. Ichsageganzernst – ich genieße den Aufenthalt in jedem von diesen Ländern.

– Haben Sie einmal einen Gedanken gehabt, dass Sie nicht Sängerin, sondern einen anderen Beruf ausüben?
– Ehrlich? Niemals. WoherkönnensolcheGedankensein, wenn mich sogar im Zug keiner stoppte, als ich als Kind das Lied von Tania Bulanova gesungen habe: „Weine nicht! BeiunsistnocheineNachtvorhanden“? (sielacht). In der Wirklichkeit, entstehen ab und zu die Schwierigkeiten auf dem Weg. Ich bin ja keine Protege von irgendeinem Oligarchen und keine Tochter der berühmten Eltern. Alles, was ich habe und was ich auf den heutigen Tag machen kann – ist mein Verdienst. Ohne übliche Bescheidenheit. Aber aus diesem Grund habe ich keine Angst, dass alles in einem Moment verschwinden kann.

– Wann haben Sie Ihr erstes Gedicht oder Ihr erstes Lied geschrieben?
– Das war meinen Freunden gewidmet. Da der Vater der Militärangehörige war, sollten wir oft umziehen. Entsprechend, erst, als ich neue Freunde gefunden habe, sollte man nach einiger Zeit in das andere Land oder in die andere Stadt umziehen. Die erste schwierige Trennung war der Umzug aus Lwow (Lemberg). Ich war 12, wir haben dort mehr als 7 Jahre gelebt, ich hatte dort einen eigenen Platz unter der Sonne, viele Freunde und die Liebe zur Stadt. Alsichwegfuhr, weintenalle: ich, die Freunde, die Eltern…Aber gerade diese starken Emotionen haben angefangen, meine schöpferische Persönlichkeit zu entwickeln. Am neuen Ort habe ich angefangen, meinen Freunden zuerst Gedichte zu schreiben, dann Lieder. Es war ihnen sehr angenehm und das hilf mir die Trennung zu überleben.

– Hatten die Eltern nichts dagegen?
– Nein, sie haben mich an dieser Stufe unterstützt, wie sie konnten. Zu Hause habe ich ständig unterschiedliche Konzerte auf den Videorecorder aufgenommen und dann hörte hundertmal zu und sang mit den Künstlern. Und in BelajaTserkow, wohin wir aus Lwow umgezogen waren, gab es ein Kulturhaus. Gerade das war mein erstes Studio.

– VolksliederundTanzen?
– GenaudasistderPunkt, dassesnichtsowar! Der Studioleiter Oleinik Mikhail Ivanovich hatte „Yamacha“! Er hat eine Mini-CD eingeschaltet und man konnte irgendwelche moderne Pop-Lieder singen. Ich habe gerade ein Bild vor den Augen: riesengroße Fenster, Gardinen bis zum Fußboden, Sonnenuntergang, ein bisschen Sonnenlicht kommt durch die Gardinen…Und ich stehe auf der Bühne, schaue den Sonnenuntergang, singe und habe nur einen Gedanken im Kopf: „Das ist echt Mein!“.
Ein bisschen später gab es verschiedene Clubs, Wettbewerbe. In meiner „Dienstliste“ zählen sich: Volks- und moderne Tänze, Leichtathletik, Kunstturnen, Theater der Mode und des Liedes, Vokalstudio… Ich erhielt den munteren Charakter von den Eltern. Ich war die erste Schulaktivistin, ich habe Konzerte organisiert und selber teil an allen Veranstaltungen genommen. Als ich ein bisschen älter wurde, habe ich angefangen, nicht nur an den Schulkonzerten teilzunehmen, aber auch an den ukrainischen und internationalen Wettbewerben „Wesnatantsujet“, Faino“, „Tscherwona Ruta“, „PesennyiWernisazh“ und anderen.

– Sie erzählen über Ihr Leben so, als ob in ihm alle glatt war (außer der Umzüge in die anderen Städte). Wie könnte also Tasha Milkova das Leben durchfühlen und mit so einer Seele singen?
– Nanu?! Glattesundruhigesgabesnichtöfter, alses Probleme gab. Aber wegen meines Charakters und meiner Kampfgewöhnung, versuche ich, auf meinen Misserfolgen die Aufmerksamkeit nicht abzuheben. Das sind einfach Lehrstunden, die für etwas gegeben wurden, aus denen man Konsequenzen ziehen soll. Nicht mehr.

– Welchen Misserfolg war es für Sie am schwierigsten, in der Jugendzeit zu überleben?
– Als das zehnte Schuljahr auf meine Schulterherunterstürzte, machten meine Eltern aktiv Gedanken, welche Uni ich eintreten soll. Die Mutter sah mich erfolgreich in der Medizin, und der Vater im Bankenbereich, oder in jedem anderen sicheren Beruf. Ich habe doch festgesetzt: „Mein Weg ist das Glier Musikinstitut“. In dieser Zeit gab es Proben für ein Vokalstadtwettbewerb, das sehr bekannt war. Ich bin eine Auswahl durchgelaufen und die aktiven Vorbereitungen haben angefangen. Ich habe drei Monate lang geübt, Lieder aufgenommen, Kostüme genäht, an den Aufnahmen für die Zeitungen teilgenommen. Und eine Woche vor dem Wettbewerb werde ich mit der schrecklichen Grippe krank. Ich habe mich mit allen möglichen Methoden behandeln lassen. Ich erinnere mich daran, dass sogar die Methoden der Oma eingesetzt wurden – Bananen, erhitzt mit Wodka, heißes Bier, Inhalationen mit dem Knoblauch…Im Laufe der Behandlung habe ich kolossal zugenommen!Es ist aber zu verzeichnen, dass ich zu diesem Moment sowieso nicht ganz schlank war. Aber sollte ich wegen so einer Winzigkeit von der Teilnahme an dem Wettbewerb absagen?

– Natürlich nein! Das wichtigste ist nicht das Gewicht, sondern die Stimme.
– So habe ich auch gedacht. Aber das war mein schlechtester Auftritt für mein ganzes Leben! Die Kostüme platzten aus den Nähten, der erste professionelle Make-up und die Frisur waren nicht gelungen, gelinde gesagt. Außerdem habe ich sehr misstönend gesungen (wegen der starken Angina war es schmerzhaft sogar zu sprechen). Aber das war noch nicht alles! Der Gipfelpunkt meiner Blamage war, dass ich in der Finale die einzelne Teilnehmerin war, der der Volkskünstler der Ukraine vergessen hat, ein Diplom zu erteilen!

– Was heißt „vergessen“?
– Genau so! Er hat allen gegeben, und mir nicht. Jede junge Person hat einen eigenen Traum der Kindheit. Dieser Auftritt war lange Zeit mein Trauma. Besonders, wenn man berücksichtigt, dass ich gerade mit diesem Auftritt den Eltern zeigen wollte, dass ich den richtigen Weg gewählt habe und widrig bin, an dem Musikinstitut zu studieren.

– Ja, diese Blamage war ungeschicklich…
– Aber ich gebe nicht auf! Schonineinem Jahrhabe ich mir entschieden, an demselben Wettbewerb wieder teilzunehmen.

– Mit demselben Künstler, der vergisst Diplome den Teilnehmer auszuteilen?
– Nein (sielacht). DawareineanderePersoninderKommission. Aber diesmal war ich in der kompletten Kampfbereitschaft: neue Lieder, gute physische Form, Finanzunterstützung der örtlichen Partei und des Juweliergeschäftes (sie haben mir geholfen, das Geld für die Teilnahme zu sammeln). Ich habe den ehrlichen zweiten Platz benommen. Und nachdem meine Eltern gesehen hatten, wie froh ich war, unterstützten sie mich in der Idee in das Glier Musikinstitut einzutreten.
Und vielen Dank meiner Vokalpädagogin –Troizkis Olga Vladimirovna, die nicht einfach nur die Lehrerin ist, sondern auch ein echter Freund. Sie fühlt mich, meine Stimmung, meine Aufregungen. Und sie hat mich zum Eintritt mit den Liedern „Schwarze Augen“ und „Warte“ von T.Povaliy vorbereitet.

– Aber mit dem Eintritt haben sich vor Ihnen viele Wege geöffnet!
– Ja! Ich habe mich bemüht alle Chancen zu nutzen, die mir mein Schicksal geschickt hat. Manchmal kam es sogar zum Komischen. Im verrückten Lauf zwischen den Castings (es schien mir, dass falls ich zu einem der Castings nicht gehe, verpasse ich bestimmt meinen glücklichen Stern) habe ich sogar vergessen, sich zu erholen. Ich ging einmal zum nächsten Casting nach der schlaflosen Nacht, weil die Prüfungszeit gerade in Schwung war. Die Hausschuhe, die ich anhatte, als ich aus dem Wohnheim lief, die Geldbörse, die ich zu Hause liegen lassen habe – alles schrie: „Tasha! Schlafeausundgehenirgendwohin!“. Aberichbinhartköpfig! Ich komme zum Casting, dann kommt meine Reihe, Juri zu überraschen. Und ich habe überrascht…Ich habe auf der Bühne geglitscht und bin gerade auf mein Po gefallen! Um den beschämenden Moment auszugleichen, habe ich versucht, schnell ein Witz zu erzählen: „der Stern ist gefallen!“. Aber die schlaflose Nacht zusammen mit der Beschämung haben ihren „Dienst geleistet“: statt des geplanten Textes habe ich mit dem gleichmütigen Gesichtsausdruck gesagt: „Denken Sie aus!“.

– „Denken Sie aus“? An den Juri?
– Ja (sie lacht). Und sie guckten auf mich in diesem Moment mit so runden Augen. Und auf ihre stumme Frage habe ich auch so gleichmütig fortgesetzt: „Der Stern ist gefallen, denken sie Ihnen den Wunsch aus“.Ich bin den Casting da nicht durchgekommen, aber ich habe die gute Stimmung für alle an diesem Tag garantiert. Ab diesem Tag habe ich aufgehört, nach allen Castings zu laufen und habe nur diejenigen ausgesucht, die echt für mich interessant und nützlich waren. Und das hat viel mehr Ergebnisse gegeben, als das endlose Rennen.

„ES SCHIEN MIR, DASS ICH STERBE“

– Tasha, wie Sind Sie in die Finale von Eurovision in Belarus gekommen?
– Ich habe Ihnen schon erzählt, dass ich die belarussischen Wurzeln habe (in der Vaterlinie), und das Volk selbst ist sehr offen und immer hilfsbereit. Und da einige meine Lieder ihre Popularität in der Reihe der Länder bekommen, haben sie auch Belarus erreicht. Einer von den Menschen, der sich für mein Schaffen interessiert hat, war der wunderbare Mensch – Andrei Kozlovskii. Zuerstgefielihmeinfachmein Repertoire. Und ein bisschen später hat er meine Biographie gelesen und über die belarussischen Wurzeln erfahren. Das hat ihn sehr gezündet. Deswegen hat Andrei mich zumEurovision als einen Gast eingeladen. Ich bin ihm dafür sehr dankbar. Wir sind immer noch gute Bekannten mit diesem Menschen.

– Sie haben ein unikales Projekt in Ihrer Zeit geschaffen – „Ich werde sein“. Was ist damit jetzt?
– Das Projekt existiert noch. Aber das ist nicht mein ganzes Schaffen, sondern nur ein Teil. WieeineAbzweigung. Und „Ichwerdesein“ istechteinzigartig. Ich habe damit erst 2011 angefangen, als die ukrainische Musik nicht besonders nachgefragt war, und besonders die reine ukrainische Musik in ihrer ganzen Einfachheit und Schönheit. Ich kam zu den Producers und sie haben mir mehrmals abgesagt mit der Frage: „Für wen singen Sie das?“. Aber ich bin sehr stolz auf diese Arbeit! Ich habe die Volksmusikinstrumente von verschiedenen Teilen des Landes gesammelt. Zusammen mit den Musikern haben wir diese Instrumente live im Studio aufgenommen. So wurden drei Lieder geschaffen – „Ich werde sein“, „Du wirst mein sein“, „Mein Lieber“.

Das letzte ist außerdem mein Autorenlied. Und so stellen Sie sich vor, wenn uns von den Bildschirmen pausenlos nur Silikonbusen, künstliche Haare und Augenwimpern, aufgeblähte Lippen und Tonnen des aufgetragenen Make-ups gezeigt werden, und dann kommt eine Gestalt, die so zu sagen, nicht im Trend ist – die einfache moderne Ukrainerin, ohne „Silikonzusatzstoffe“, fast ohne Make-up und singt über das Einfache, aber das Wichtigste.

– Dasbeeindrucktbestimmt.
– UnddieserZweigmeinesSchaffenswächstweiter noch. AlsichirgendwoneueInstrumentehöre, notiere ich alles, nehme auf, sammle und speichere Materialien für das neue Lied. Also warten Sie (sie lächelt sich).

– SiehattenErfahrungdergemeinsamenZusammenarbeitmitdembekanntenProducerDmitriiKlimashenko. Was haben Sie von dieser Zusammenarbeit bekommen?
– Wir haben mit Dmitrii angefangen, 2013 zusammenzuarbeiten. Und ich bin ihm für diese Erfahrung sehr dankbar. Wir wollten mit Dmitrii etwas Ungewöhnliches, Außerirdisches schaffen. UnddasforderteentsprechendüberraschendeEntscheidungen. Wir haben zusammen wunderbare Lieder geschaffen: „Steigend zu den Sternen“ (wir haben es zusammen im Duett gesungen), „Herz im Visier“, „Einmal riskieren“, und auch ein Videoclip „Steigend zu den Sternen“ hergestellt.

– Man spürt, dass dieses Lied für Sie ein Besonderes ist.
– Es ist echt so. Das Lied, das Videoclip und die ganze Arbeit insgesamt. Das ist meine Ehre, ungelogen. Das Lied wurde in der Periode geschaffen, als die militärischen Handlungen in der Ukraine erst anfingen. Das ist der Schmerz der ganzen Völker. Während die Politiker ihre Fragen lösen, sammeln die Leute in sich die Erbitterung und den Hass zu einander. Die Massenmedien berieseln sie mit unterschiedlicher Informationen, und sie werden zustimmen, sie ist gar nicht immer wahr. Deswegen finde ich, dass „Steigend zu den Sternen“ äußerst notwendig war. Wir wollten den Leuten zubringen, dass man nicht die äußerst fremdbestimmten Positionen zuhören sollte, aber das eigene Herz, dass man nicht mit der Schablone vom Fernseher und von den Zeitungen denken soll, sondern mit dem eigenen Sinn. Es scheint mir, dass wir das im Lied völlig wiedergeben haben.

– Und wo wurde der Videoclip gedreht?
– Weltweit. Der Regisseur des Clips Alexander Filatovich ist genial in seiner Arbeit. Der Hauptteil wurde auf der Krim gedreht. Aber die Reihe der Szenen hat Alexander weltweit gesammelt. Können Sie sich vorstellen, wie umfassend diese Arbeit ist? Ich bin DmitriiKlimashenko und Alexander Filatovich für diese Zusammenarbeit sehr dankbar.

– Ja, dasLiedwarechtsehrrührend und emotionell. Man spürt alle Ihre Erlebnisse. Gab es noch Perioden oder Momente in Ihrem Leben, die so zu sagen die Seele vergifteten?

– LeidergabeseineSituation, die bis zum heutigen Tag mich nicht weglässt. Ich war damals im siebten Monat der Schwangerschaft. Ich kehrte nach Hause nach der späten Probezurück (es war etwa 23.00) und…ich blieb im Fahrstuhl zwischen der 19. und 20. Etage stecken. Und hier fing das Schlimmste an: der Ehe-Mann war in der Dienstreise, die Mutter ist zu den Verwandten in die andere Stadt gefahren, Mobilfunk funktionierte im Prinzip nicht, der Knopf des Notrufes war kaputt, das Licht löschte aus, das Haus ist neu und nicht alle Etagen sind bewohnt. Ich bekomme die Panik. Für mich, die empfindliche schwangere Frau reicht das alles, um wegen der Angst ersticken zu beginnen. Ich bin im Prinzip keine Hysterikerin, deswegen war solche Reaktion für mich zweifach erschreckend. Ich saß mich auf den Fußboden und fing an, sich selbst zu beruhigen. Als es klappte sich weiszumachen, das es nicht schaurig ist,…fingen Wehen an. Und ich mache mir Gedanken: „Es reichte noch im Aufzug zu gebären, und selber das Kind auf die Welt zu bringen“. Es hat mit knapper Not geklappt, eine SMS der Freundin zu schicken, wo ich kurz beschrieben habe, was passiert ist, und um Hilfe gebeten. Sie war bei mir mit den Rettern etwa in 15 Minuten.

– Wie hat man Sie herausgenommen?
– Man hat mich also durch den halbgeöffneten Schacht herausgenommen! Gott sei Dank waren die Wehen irrig, das Kind wurde rechtzeitig geboren. Aber die Klaustrophobie saß in mir für lange.

– Und Sie nähern sich die Aufzüge nicht?
– Ich schaue sogar in dieser Richtung nicht (sie lächelt sich).Aber ich hoffe, bald kommt die Zeit, und ich entledige mich von diesem Schrecken. Vielleicht mache ich das bewusst nicht, man muss diesen Schrecken im Lied erleben und er lässt sofort weg.

– Bereiten Sie neue Lieder vor?
– Ja, ich arbeite gerade an 2 CDs. Ich hoffe, Sie hören sie bald.

– Ichhoffeauch, dass es der weitere Anlass für das nächste Treffen geben wird.
– Danke!

Esschienmir, dassmanmitdiesemjungenundtalentiertenMädel unendlich sprechen kann. Und ich bin völlig sicher, dass der Anlass für unser weiteres Material uns nicht lange werten lässt.

Rudolf Schneider, „Sterne von Show-Business“

Tasha Milkova
„Erfolgsstufen“:
2000 – InternationalesFestival «Land. Theater. Kinder» (St. Ewpatoria), Finalistin.
2001 – „Brigantine“, Wettbewerb des Vokalsingens, die Krim.
2001– Tanzwettbewerb „Ovationen“, Siegerin.
2005 – Euro Pop Contest Grand–Prix „Berliner Perle“, Finalistin.
2006-2010 – R.M. GlierInstitut, Abteilung: „Estradengesang“, Lehrstuhl: „Musikkunst“. GesangpädagogeBorovykS.Y. –verdienstvolle Opernsängerin der Ukraine.
2006- VorentscheidEurovision.
2006- GOLDENES SCHLÜSSELCHEN.
2007–hatmitD. ShepelevanderSendung: „Stern vom Karaoke“ teilgenommen.
2008-2010 hat im ersten ukrainischen Theater von Musical „Kamilfo“ teilgenommen
Ukraine: „Х- Faktor“, „Sternfabrik“, „Ich möchte zu Meladze“, „Ich möchte Stern werden“, „Liebe und Musik“und andere.
Deutschland: „DSDS“Show, wo sieDieter Bohlen (Modern Talking), Vanessa May, Michelle, H.P. Baxxter kennengelernt hat. Show«VoisofGermany».
2008 – HauptrolleimMusical„Notre-Dame de Paris“im ersten ukrainischen Theater von Musical „Kamilfo“. 2008 Erstaufführung in der Originalsprache.
2009 – Rolle von Kleopatra in „Feerie des Musicals“, Theater„Kamilfo“, RegisseurStanislav Liasota.
2010 – RotesDiplomdesSpezialistenim R.M. GlierInstitut, Abteilung: „Estradengesang“, Lehrstuhl: „Musikkunst“. Eintritt in die Kyiwer Estraden-Zirkus Akademie der Stadtverwaltung von Utesov. Lehrstuhl „Theaterkunst“, Abteilung „Theaterregie und Regie der Massenszenen“.
2010 – Die kleinen Sternschnuppen, Berlin.
2011 – Projekt: „Ichwerdesein“, erste professionelle Videoarbeit mit dem Regisseur, Kameramann und Fotographen D.Peretrutov, Teilnehmer der Gruppe „DazzleDreams“. Im Projekt „Ich werde sein“ wurden die Lieder im Ethno-Light-Top Genre geschaffen. Das Lied „Ich werde sein“ wurde im Radio „Scharmanka“ und im Radio „Melodie“ausgestrahlt. Den Clip haben die Zuschauer von der Fernsehsendung „Ru.Musik“ gesehen, und auch Musiksendungen von Kasachstan und China.
2011 – Teilnahme im Musical„Burleske“.
2012 hat mit dem Lied „Du wirst mein sein“ in der Halbfinale von Eurovision zusammen mit Olga Poliakova, Dzhamala, Mika Newton und anderen Sternen aufgetreten.
2012–hat das rote Diplom vom Bachelor bekommen.
2012– Teilnahme an der Musiktelemarathon des ukrainischen Liedesin der Ersten Nationalsendung.
2013–Diplom des Spezialisten in Kyiwer Estraden-Zirkus Akademie der Stadtverwaltung von Utesov. Lehrstuhl: „Theaterkunst“, Abteilung„Theaterregie und Regie der Massenszenen“.
2013 –Siegerin des Festivals „Folk Musik“mit dem Lied „Opa“. Die Organisatoren und Leiter des Festivals waren Oksana Pekun und Vladimir Kovalenko. ErsteNationalsendung.
2013– AnfangderArbeitmitdemProducerundKomponistenD. Klimashenko. EswurdederVertragmit„Moon Records“ unterschrieben, Ausstrahlung in der Musiksendung M1, und auch die Einbringung in der Internetsendung „Ello“.
2014 – Zusammenarbeit mit dem deutschen Producer. Es wurde der Vertrag unterschrieben. Eswurden die Lieder “Its not happening”, “You Could be the one”geschaffen.
2015– Musical: “Merlin Monro”.
2015 год –Projekt Venus. Das Lied „Riskier“, vom Komponisten Tereshchenko Pavel.
2016-2017–UmzugnachDeutschland.
2017–Auftritt in der Finale von Eurovision in Belarus.
2017 –Auftritt im Festival„Folk Music“mit dem Lied „Ging der Opa von der Mehlzeit“.
2017–AuftrittbeiderrussischenMesse in Deutschland auf einer Bühne mit вBoney M, Nastia und Potap, Natali und NataliiaKoroliova.